Alle Jahre wieder: Die Zecken kommen
Frühling ist Zeckenzeit und so manch einem graut vor den kleinen Blutsaugern. Gerade
wir "Naturmenschen " sind im Besonderen von der Bedrohung durch Zeckenbisse bzw.
den damit verbundenen Risiken betroffen. Auch der DHV rät zu einer Schutzimpfung, also
habe ich mich mal umgehört. Natürlich bin ich kein Mediziner und damit auf die Infos
anderer angewiesen aber mir stellt sich die Situation wie folgt dar:
- Gegen die gefürchtete Meningitis (Hirnhautentzündung) hilft keine Impfung, sie wird
durch Borrelien (eine Art Zwischending zwischen Bakterien und Viren) übertragen.
- Schützen kann die Impfung gegen FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis).
- Die pauschale Aussage "wer südlich der Mainlinie wohnt sollte sich impfen
lassen" ist unzutreffend, die Endemiegebiete (Gebiete mit erhöhtem Auftreten von
zeckenbedingten Infektioenen) sind sehr verteilt. Dabei kommt es nach Aussage meines
Werksarztes auf die sogenannte 9°C-Isotherme an, also die Linie mit einer
Jahresdurchschnittstemperatur von 9°C. Temperaturmäßig darüber fühlen sich die
blöden Viecher wohl und siedeln sich an, darunter ist ihnen zu kalt (z.B. in den Alpen).
- Die Krankenkassen zahlen in der Regel den Impfstoff.
Zusammenfassend sollte man sich also die Verbreitungskarten genau ansehen, eine Impfung
ist dringend zu empfehlen für Leute, die entweder
- in einem Endemiegebiet wohnen oder
- in einem oft fliegen oder wandern oder sonstwas oder
- in eines in den Urlaub fahren (wird oft vergessen).
Sehr gute Infos über die Viecher, die
Krankheitsrisiken und vor allem Verbreitungskarten
für Deutschland und viele andere (Urlaubs-)länder gibt es bei der Uni Bonn.
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