XC - Emberger Alm

Aus dem Forum von Sports Funline habe ich die folgenden sehr guten Infos über das bekannte Streckenflugrevier Emberger Alm gefiltert, danke an alle Autoren!

 

Neu: Thermikkarten des Fluggebietes (Auf- und Abwinde) von Armin Appel, Westhälfte (574k) und Osthälfte (548k)!

Außerdem enthält der Abschnitt von Armin nun neue GPS-Koordinaten!

 

Kontaktadresse: Fliegercamp Oberes Drautal, A- 9761 Greifenburg, Tel.:A- 4712/8666 - Fax 86664
http://www.theinternetcorp.com/fliegercamp email: fliegercamp@netway.at

 

Ich war im September an der Emberger Alm und es war auch ganz nett. Allerdings war's streckenflugmaessig natuerlich nicht mehr so der Hit, kann man ja auch nicht mehr erwarten um die Jahreszeit. Der Talort nennt sich Greifenburg und ein bisschen ausserhalb liegt dann auch das schon genannte Fliegercamp. Gleich nebenan ist dann auch ein Badesee, wenn du dich nach der Kilometer-Jagd mal erfrischen moechtest. Adressen und Telefonnummern kann ich dir jetzt leider nicht geben, aber mit dem Fliegercamp bist du schon ganz gut bedient - zumindest wenn du hauptsaechlich aufs Fliegen wert legst. Meiner Meinung nach ist das Camp aber landschaftlich nicht so schoen, es liegt halt geich hinter dem Greifenburger Industriegebiet. Tip: Wenn dir 10 km Fahrerei nichts ausmachen, such dir ein nettes Zimmer am Weissensee, oestlich von Greifenburg - da ist es landschaftlich wesentlich netter. Die Auffahrt wird von so einem lokalen Busunternehmen gemanagt, Startpunkt ist allerdings immer am Fliegercamp. Als ich dort war, sind sie immer so gegen 11:00 Uhr raufgefahren, aber im Fruehling denk ich mal fahren sie auch oefters und je nach Bedarf. Als schoenes Ausweichgebiet kann ich dir das Zettersfeld bei Lienz empfehlen, so ca. 50 km oestlich von Greifenburg. Dort hat es mir sogar besser gefallen als an der Emberger Alm, zum Beispiel ist der Startplatz angenehmer, weil er nicht so flach ist. Aber das sind voellig subjektive Einschaetzungen (liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich am Zettersfeld immer obengeblieben bin, waehrend ich an der Emberger Alm staendig abgesoffen bin). Ansonsten kannst du noch zum Tschiernock oder zum Goldeck ausweichen. Die sind allerdings nicht so schoen zum Fliegen wie die E.A. oder das Zettersfeld. Streckentips kann ich dir leider nicht geben, weil ich selber noch nicht so der Streckencrack bin. Aber alle Leute mit denen ich gesprochen habe, meinten, dass im Fruehling selbst der blutigste Anfaenger (der dann dort natuerlich nicht fliegen sollte :-) ) einiges an Kilometern schafft. Mal sehen - ich werde naechstes Jahr auch im Fruehling hinfahren. Einen Bericht in Fliegermagazinen weiss ich jetzt nicht, aber schau dir doch mal die "100 schoensten Fluggebiete der Alpen" von Oliver Guenay an, da sind auch viele Kaertner Fluggebiete schoen beschrieben. Viel Spass beim Fliegen!

(Philipp)

 

DHV-Info 80, S.94. (Martin)

 

Zum Streckenfliegen im Drautal kann ich Dir ein bißchen was sagen. Als HG-Flieger startet man am Startplatz Fichtenheim-Hütte. Als GS-Flieger Embergeralm oberhalb dem Skilift. Der Startplatz Bockleitern ist leider nicht mehr erlaubt, da dieser gerade noch im Naturschutzgebiet liegt. Zum Fliegen ist fast jede Wetterlage geeignete. Bei Nordwinden muß man etwas mehr aufpassen, weil man dann ständig im Lee fliegt. Die Standart Strecken sind Richtung Westen, zum Anna Schutz Haus auch Anna Scheiß Haus genannt (5-7 m/s sinken sind dort keine Seltenheit ) und Richtung Osten zur Radelberger Alm. Wenn Du nach Westen zum Anna S. Haus fliegen möchtest, solltest Du min 2600m Abfughöhe haben. Man dreht an der steinigen Südwestflanke des Naßfeld Riegel auf und fliegt in gerader Linie zum Knoten B. Der Bart geht dort fast genau, am gut sichtbaren Gipfelkreutz ab. Abweichungen durch Windversatz natürlich immer mit einbeziehen. Wenn die maximale Abflughöhe erreicht ist geht es geradewegs auf die Mokar Spitze zu. Sollte man unterhalb vom Gipfel ankommen, nur keine Panik, sondern einfach in den großen nach Südost geneigten Wiesenflächen geduldig nach dem „Durchreißer" suchen. Kommt man allerdings bis 100m über der Baumgrenze an, wird’s zum ersten mal echt eng. Da hilft nur noch der häßliche und enge Leebart an der steinigen Nord-Westflanke der Mokar S. bzw. Taxenkofel. Von hier aus sieht man schon einen imposanten rötlichen felsigen Berg. Das ist der Scharnik (2657m), den es nun zu erklimmen gilt. Hat man hier eine gute Abflughöhe erreicht, kann man auf zwei Wegen zum Schmaßkofel oder Damer K. gelangen. Einmal hinten ins Tal hinein, zum Moritzhorn um dort, meist recht mühsam und genervt akzeptables Abflugniveau zu erreichen oder man gleitet Richtung Langkofel auf die Hochspannungsleitung zu. Scherzhafterweise sagt man auch Gleitschirmgrill. Der Trick bei dem recht großem Talsprung besteht darin, erst einmal über die Weneberger Kammern zu fliegen, weil dort ein schöner Bart steht, der in die Talmitte versetzt wird und somit den Sprung unterstützt.

Nun kann man wieder am Schmaßkofel, Damer K. oder Ziethenkopf wunderschön und in aller Seelenruhe höhe machen. Das Anna Schutz Haus solltest Du Dir für´s erste verkneifen, denn ab dem Damer K. werden die Berge abschüssig, steinig und zerklüftet ebenso die Thermik. Solltest Du es Trotzdem versuchen wollen, beachte bitte den Segelflugplatz direkt unterhalb vom Anna S. und halte genügend Abstand. Wenn man nach 14 Uhr am Anna S. Haus ist drücken die aufkommenden Talwinde einen recht flott nach unten und Du hast nur noch sehr wenig Zeit Dich nach einem geeigneten Notlandeplatz umzuschauen. Auch sehr gefährlich ist der starke Talwind bei Nickelsdorf der dort durch die Talverengung entsteht. Das A. Schutzhaus ist eine bewirtete Holzhütte mit silbergrauen Dach und einem Holzzaun, der von oben wie ein großes V aussieht. Vorsicht es ist nicht die Hütte in der nähe des kleine Teiches. Zurück fliegst Du einfach die selbe Route. Wenn die Basis nicht so hoch ist gondelt man einfach ostwärts das Drautal entlang. Als Abflughöhe ist Gipfelniveau ausreichend. Ziele genau auf Gnoppnitzalm, überfliege sie einfach und suche erst auf der Ostseite nach Anschluß. Halte dich niemals auf der westlichen Seite des Gnoppnitz auf, der Bergwind von Gnoppnitztal spült Dich langsam aber sicher bis fast auf den Landeplatz von Greifenburg. Auch auf der Südflanke sind die Turbulenzen dieses Abwindsysthems deutlich zu Spüren. Das nächste Aufwindband ist am Grat vom Kreutzkofel bis Gaugen aufzufinden. Mit ausreichend Höhe geht’s nun direkt zum Stagor. An diesem Thermikofen findet man immer den stärkste Bart des ganzen Drautal´s vor. Hier ordentlich Höhe zu machen ist kein Problem, eher bereitet es einem Probleme den Schirm stabil zu halte, so daß es einem das Ding nicht ständig um die Ohren haut. Hat man den Stagor besiegt, geht es einfach Richtung Radelberger Alm. Die Alm erkennt man als Häusergruppe, knapp oberhalb der Waldgrenze. Sehr deutlich sind die ausgeprägten Serpentinen aus der Luft zu erkenne. Zurück ist´s wieder genau das selbe Spielchen. Man kann sich aber auch, wenn man nicht mehr richtig hoch kommt, im Konturenflug bis zum Landeplatz vorbescheißen. Die Südflanken tragen immer noch ein wenig bis spät Abends. Solltest Du irgendwo absaufen, kommst Du gut per Anhalter oder mit der Bahn wieder zurück.

Nun noch einige nützliche Daten. Karte: freytag & Berndt WK 225 Keutzeckgruppe Mölltal 1:50.000
Fremdenverkehrsamt Greifenburg: 0043 4712 216-14
Fremdenverkehrsamt Weissensee: 0043 4713 2220-0

GPS-Daten: hddd*mm.mmm

W 87-100 N46 45.0500 E013 10.9999 Sun Mar 03 23:24:07 1996 STRASE-GREIFEN

W ALKUS N46 54.3332 E012 43.9999 Wed Apr 17 21:23:21 1996 ALKUSER SEE

W ANNA-S N46 49.5001 E012 53.5000 Wed Apr 17 20:55:57 1996 ANNA SCHUTZHAUS

W GOLD-A N46 45.6667 E013 27.5833 Sun Mar 03 13:17:56 1996 GOLDECK ANTENNE

W GOLD-H N46 45.7166 E013 28.3333 Sun Mar 03 13:16:06 1996 GOLDECK HAUS

W KL-LIN N46 46.4166 E013 20.8335 Sun Mar 03 14:53:07 1996 BRUCKE-KLEBLAC

W LUSSEN N46 48.9000 E012 56.4500 Sun Mar 03 14:53:07 1996 LUSSENSEE

W MATR-B N46 59.3456 E012 35.2873 Sun May 19 20:19:44 1996 MATREI BS

W RADELB N46 47.1666 E013 18.7500 Fri Apr 25 20:23:08 1997 RADELBERGER ALM

W SATTEL N46 46.5834 E013 09.5000 Sun Mar 03 16:07:24 1996 SATTELEGGER ALM

W ST-JOH N46 54.5209 E012 37.7921 Sun May 19 20:14:37 1996 ST-JOHAN BRUCKE

W SUDETE N47 03.0835 E012 34.7501 Fri Apr 25 20:10:40 1997 SUDETEND.HUTTE

W ZET-FE N46 51.7499 E012 47.9334 Wed Apr 17 21:13:48 1996 ZETTERSFELD-BS

W ZIETHE N46 48.2830 E012 56.7500 Wed Apr 17 21:13:48 1996 ZIETHENKOPF

W ZWICKE N46 46.0000 E012.59.0000 Sun May 19 20:14:37 1996 ZWICKENB.KIRCHE

(Armin Appel)

 

Der für GS empfehlenswerte SP Bockleitern ist im Frühjahr meiner Ansicht nach immer offen und trotz 10 min zusätzlichem Fußmarsch empfehlenswert. Beim Start auf der langen, flachen Skipiste hingegen hatte fast jeder zweite unserer Gruppe beim Rausfliegen einen Klapper (Leethermik) und ich einen sehr bösen (ca.70% bei 50m Höhe), bei dem ich eine unfreiwillige Spiraldrehung gemacht habe und beinahe eingeschlagen wäre (trotz meines alten 2er). Aktiv fliegen (ein drittel Bremse und so!!) ist dort nicht drin (Hallo Andi aus Kempten), da man sonst nicht über die Bäume am Ende der Skipiste kommt, bei denen man an schlechten Tagen (Lee/Schnee) mit offenen Bremsen gerade mal 3 Meter Höhe hat. Die unser Seminar leitenden "Profis" Peter Geg, Achim Joos und Michel Pinn (2 x Dreiecke mit ca. 250 Pkte und 3 x Dreiecke mit ca. 150 Pkte) hatten alle einen heiden Respekt vor dem Anna Scheiß-Haus, sodaß ich meine Wendepunkte davor gelegt habe. So sind auch immerhin mit meinem alten 2-er zwei flache Dreiecke über ca. 35 km (Mokaspitze - Radlberger - Kirche Greifenburg) und ca. 55 km (irgentein Berg vor ASH - Radlberger - Kirche Greifenburg) herausgekommen, die ich aber mangels Bariograph leider nicht dokumentiert habe.

(WernAir)

 


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