Warum in die Ferne schweifen...? Vogesen: Treh und Gusti

Treh und Gusti liegen im Elsaß im Thann-Tal. Abfahrt "Epinal" von der Autobahn Richtung Lion (ca. 20km hinter der Grenze), Richtung Thann halten, durch Thann durch, durch noch einen Ort, nach Fellering-Oderen 'rein. Am Ortsende von Fellering auf der rechten Seite siehst Du einen Flachbau, an dem Windfahnen wehen und Campingwagen stehen. An der Straße steht ein Schild "Aerotec", das ist die ansässige Flugschule (auch luftfahrttechnischer Betrieb für Advance, glaube ich) und gleichzeitig der Landeplatz des Treh.
Von dort aus werden Fahrten durch einfaches zurufen organisiert oder man fährt selbst auf zum Treh. Am Treh wird bei Westlagen geflogen.

 

Treh:

Auffahrt zum Startplatz:
Die Straße weiter bis links ein See ist, rechts geht eine Straße (Schild "Le Markstein, Le Trehkopf") ab. Nach etwa 20min Fahrt siehst Du schon den Parkplatz des Startplatzes.

Start:
Mittelschwer, Drachen und GS getrennt. GS (bin selber einer) bitte hinter der Absperrung fertigmachen und dann "rausgehen" ! Vorsicht: Nach dem Start erst 'mal am rechten Grat halten, nicht über die Hauberge und Wiese links unter dem Startplatz fliegen, egal bei welchen Lagen ! Da kachelt es immer, egal bei welchen Lagen und es gab schon böse Verletzungen beim Aufschlag auf der Wiese !

Flug:
Im Frühjahr sehr aktiv. Das ganze Gebiet ist windexponiert, deshalb nur bei schwachwindigen Lagen fliegen, auch wenn sich Andere häufig bei zweifelhaften Verhältnissen 'raushauen. Es passieren jede Woche Unfälle und der Treh war letztes Jahr bereits kurz vor der Schließung.
Komplizierte Windsysteme, für Streckenflieger im Frühjahr und Sommer ein Paradies, aber vorher Karten studieren !

Für Anfänger:
Schöne Flüge morgens und spätnachmittags, aber Vorsicht vor Talwind beim Landeanflug auf Aerotec. Außenlandungen möglich aber bebautes Tal; rechtzeitig vorfliegen; GZ 5 wegen Grat vor dem Landeplatz !

Landeplatz:
Riesig und problemlos.

 

Le Gustiberg:

Anfahrt:
Kurz vor Fellering dem Schild "Urbes" folgen, durch Urbes durch, am Ortsende rechts ein Schild "Camping", dem folgen. Neben dem Campingplatz ist rechts der Landeplatz. Von dort können Auffahrten wieder durch einfachen Zuruf organisiert werden.

Auffahrt:
Die Straße ca. 5min weiterfahren, bis rechts ein Steinbruch. Dort rechts reinfahren und dem Schotterweg folgen, durch ein Waldstück durch, nach 2 km nicht links zur Hauberge hochfahren, höchstens morgens zum Frühstücken (ist Klasse vor einem schönen Flugtag !) sondern geradeaus in ein weiteres Waldstück rein. Parkplatz sieht man schon. Links vom Parkplatz steiler Aufstieg (schnauf) zum Startplatz.

Start:
Süd. Riesiger, optimaler Startplatz. Schulungsgelände bei ruhigen Lagen. Im Frühjahr thermisch sehr aktiv und kachelig ! (Am ersten Februarwochenende Steigwerte von 7m in Leethermik gehabt). Streckenmöglichkeiten je nach Wetterlage und Basis (mind. 1500m) aus Karten entnehmen.

Landung:
Wieder Vorsicht vor Talwind ! Das Tal ist eine Düse und hinter dem Landeplatz gibt's keine größeren Landeflächen mehr ! Rechtzeitig vorfliegen.

 

Viel Spaß, Elsaß ist ein tolles Fluggebiet !

Klaus

 

 

 

Aufgrund einer mail eines Lesers formulierte Klaus noch folgende Klarstellung:

1. Der Drumont ist kein offizielles Fluggebiet, sollte also gemieden werden (vor Ort erkundigen).

2. Für Ostlagen empfehlen sich Batteriekopf, Schnepfenried und Ballon d'Alsace. Letzteren habe ich einmal beflogen, kann aber nicht behaupten, den Berg zu kennen. Die anderen Berge kenne ich bisher auch nur vom hörensagen, deshalb von meiner Seite keine weiteren Anmerkungen dazu.

3. Der Mailer schreibt, daß im Gegensatz zu meiner Darstellung die Hauberge bei Nordwest überflogen werden soll. Es habe letztes Jahr einen Toten gegeben, der bei NW so geflogen ist, wie ich es beschrieben habe. Dazu kann ich nur sagen, daß der Zettel, der letztes Jahr von Aerotec ausgegeben wurde, in etwa das sagt, was oben geschrieben wurde. Meine Erfahrung von bisherigem Zusehen am Treh zeigt auch immer wieder Klapper und backsteinmäßiges Sinken über der Hauberge direkt nach dem Start. Man sollte sich vor dem Flug also unbedingt noch einmal bei Aerotec über "die Route nach dem Start" vergewissern. Dann wurde in der Mail noch darauf hingewiesen, daß der Treh bei Ostwind gemieden werden sollte. Meiner Ansicht nach ist der Treh bei Ostwind, auch bei thermisch überlagertem, tabu !

Allgemein wäre anzumerken: Beide Flugberge, Treh und Gusti, sind anspruchsvoll ! Es gibt immer wieder Überraschungen wegen den vielen engen Tälern und damit einhergehenden Turbulenzen und Windscherungen.

 

 

(bei Interesse an den Vogs siehe auch "Flug vom Drumont")


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