Vom
Tetrapack zur Senftube
von Helmut Hintner
oder warum Ausbeulen auch dann schlecht ist, wenn es niemand sieht :
Tetrapacks sind würfelförmig, weil sie so gut zu stapeln sind. Schaut man sich
die Kammern der auf dem Markt befindlichen Schaumstoff-Airbags im Querschnitt
an, so erinnern sie an aneinandergereihte Tetra-Packs im Supermarket-Regal.
Ja und ? – warum soll das schlecht sein ? - weil die Performance darunter leidet !
Eine gerade Trennwand muss zuerst ausgebeult werden, bevor sich im
Kissen Druck aufbaut und die komprimierte Luft den Aufprall abbremst.
Bei “ alten“ Airbags mit geraden (!) Seitenwänden kann man das gut beobachten.
Seitdem letztere gerundet sind, hat sich auch die Performance deutlich
verbessert, d. h. die “g´s“ wurden immer weniger – und das bei gleicher Bauhöhe
!
Nun sind aber die inneren Trennwände in der Fläche fast doppelt (!) so groß wie die seitlichen und bis die sich ausbeulen, geht wertvoller Bremsweg verloren, nur sieht man´s nicht !
Man vergleiche einen modernen Auto-Airbag und Dizzie Gillespie (legendärer Jazz-Trompeter) :
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| Alles schön rund.... | Zuerst wölben sich die Backen, dann erst tönt die Trompete... |
Demo-Kissen*
im Test :
Beim Belastungs-Test ist der Unterschied offensichtlich : Während im roten Kissen mit den vorgewölbten (Trenn-) Wänden vom ersten Zentimeter an Druck u. damit Widerstand aufgebaut wird, fällt das Brett am schwarzen Kissen so weit ohne Widerstand durch, bis sich die geraden Wände ausgebeult haben.
* Jedes Kissen entspricht der mittleren Kammer eines BumpAir
Meine neue Erfindung sieht vor, die bislang einfachen & geraden Trennwände durch doppelte runde zu ersetzen - aus der Trennwand wird ein Trenn-Körper. Nähtechnisch wird das Material doppelt genommen und in der Höhe ca. 30 - 40 % größer zugeschnitten, dazwischen wird ein entsprechend geformter Schaumstoffteil (ca. 10 % größer) eingeschoben.
Um die Fertigung zu erleichtern, werden beide Enden des so entstandenen Hohlkörpers, wie bei einer Senftube, flach zusammengelegt und mit der (gerundeten) Außenwand mit einer Naht vernäht. Möglicherweise ist einseitig ein Klettverschluß vorzusehen, der nach Einschub des Schaumkörpers geschlossen wird.
Werden diese neuen Trennwände so angeordnet, dass sich die einzelnen Kammern berühren und gegenseitig abstützen, so kann auf eine Schaumstoff-Füllung im Zwischenraum verzichtet werden.
Bei einem Schaumstoff-Airbag mit physikalisch “korrekter“ Formgebung (auch innen !) kann entweder ein leichterer Füll-Schaum verwendet oder ein eher fester Schaum durch Ausnehmungen erleichtert werden, dies bringt eine deutliche Reduzierung von Gewicht und Packvolumen.
Der jetzt verwendete, relativ schwere und feste Schaum muss nämlich das schädliche Ausbeulen der geraden Innenwände verringern helfen, diese Stütz-Funktion ist mit den neuen Trennwänden verzichtbar.
Schema- Zeichnung: Seitenansicht
Naht (der „eierförmige“ Trennkörper – schaumgefüllt - ist rundum mit der äußeren Airbag-Hülle vernäht)
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| Aktueller BumpAir mit geraden Trennwänden | BumpAir “Neu“ mit eierförmigen Trennwänden | So fing´s an: Prototyp 1989.... |
Österr. Patent AT 405 789 v. 19.02.99
Deutsches Gebrauchsmuster Nr. 299. 23815.6 v. 23.01.01
Helmut Hintner/Salzburg hintner@aon.at