Eindrücke: Stubai-Cup 2000
Sonntag war
wettermäßig bestimmt nicht der schönste der drei Tage beim Stubai-Cup, aber immerhin
regnete es nicht wie zuhause und die Bedingungen waren einwandfrei fliegbar. Die Sonne
wurde allerdings durch eine zähe Hochnebel- oder Wolkenschicht von uns ferngehalten, das
tat der Stimmung aber keinen Abbruch.
Zunächst mal bekamen wir einen erfreulich nahen Parkplatz und waren nach wenigen
Metern auf dem Ausstellungsgelände, daß sich sehr aufgeräumt aber vollständig
präsentierte. Keine der bekannten Gleitschirmfirmen fehlte, Zubehör gab es freilich
nicht, dafür warten wir auf die FreeFlight. Alle Stände waren gut besetzt und jeder
hatte seine Topleute ins Rennen geschickt. Sofern die nicht mit Promofliegen oder
Kundenbetreuung auf dem Berg beschäftigt waren konnte man ihnen Löcher in den Bauch
fragen. Besonderes Merkmal des Stubai-events ist aber das Probefliegen - und das mit den
neuesten Geräten. So hatte fast jeder Hersteller auch einen "Neuen"
mitgebracht, die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ganz im
Gegenteil, ich bin mir relativ sicher einiges vergessen zu haben (mit war zu kalt zum
schreiben...):
Advance alpha (DHV 1)
Ozone Cosmic Rider (Bi)
Gin Bandit (2)
Swing Astral 2 (2)
ProDesign Effect (1-2)
ProDesign Carrier (Bi)
Firebird Matrix (1-2)
UP 1er (Wrdlbrmpft oder so aehnlich...böses Gedächtnis...)
Apco Allegra (1-2)
Apco Fiesta (1)
FlightDesign SX (1-2)
Airwave Epic (2)
FreeX Mission (2)
Was die
Probefliegerei angeht hatte ich muß ich zugeben ziemliche Vorurteile: Man bekommt eh
nichts, wenn dann die falsche Größe, alles ist furchtbar chaotisch, man wartet sich am
Berg die Beide in den Bauch um dann bei Rückenwind mit Schmährufen bedacht in den
Tiefschnee zu stürzen. Weit gefehlt!
Zwar fehlte mir selbst die Lust zum testen aber Wolfgang hat sich dafür um so mehr
umgesehen. Zunächst war es kein Problem einen Epsilon3 von Advance bzw. Skyline zu
bekommen. Danach war der Allegra von Apco respektive "Parashop Pepi und Pier
Gasteiger" dran. Sogar in zwei verschiedenen Größen durfte er den neuen 1-2er aus
Israel testen und wurde dabei von Sportklasse-Streckenflugmeister Franz Hirtl am Berg und
nach dem Flug vorbildlich beraten. Klaus hat seine Erfahrungen mit
dem Carrier ja schon zum besten gegeben und Steffi testete sich in den drei Tagen in
aller Ruhe durch Bonanza, Booster, Bagheera und Astral 2. Zumindest die, die ich
gesprochen habe, waren mit der Verfügbarkeit der Geräte rundrum zufrieden - Lob an alle
Hersteller!
Aber auch für
das Bodenpersonal gab es genug zu sehen, regneten doch immer wieder bunte Trauben von
Frei- oder Promofliegern vom Himmel. Die Werksflüge wurden dann immer von einem Vertreter
des Herstellers kommentiert, damit jeder wußte, was er vor sich hat. So konnte wohl auch
Moderatorin Monika Eller von der veranstaltenden Flugschule Parafly in Neustift noch
einiges dazulernen, überhaupt waren die Meinungen über die Animation geteilt, ich glaube
viele werden "boom boom boom boom" in zweifelhafter Erinnerung behalten - aber
über Geschmack läßt such ja nun bekanntlich nicht steiten.
Besonderes highlight waren für mich immer die Acroeinlagen der Profis, an erster Stelle King Küng und X-Dream Dani Lauritz mit ihren spektakulären Darbietungen. Leider verloren dabei einige nicht ganz so versierte Piloten ihre Grenzen aus den Augen und so verlief eine Dachlandung mit Glück schadensfrei und ein böser Aufschlag mit noch viel mehr Glück scheinbar ohne allzugroße Verletzungen (gute Besserung!). An den Tagen vorher gab es wohl noch Baumkontakt und Parkplatzlandungen, aber insgesamt mit Ausnahme des einen erwähnten Vorfalls alles ohne Personenschaden.
Am Rande vielleicht noch einige Splitter. Hagen Mühlich kehrt FreeX den Rücken und war bereits bei seinem neuen Arbeitgeber UP anzutreffen. Damit ist auch klar - UP's alive - keine Spur von Übernahme durch wen auch immer.
Die Ergebnisse des eigentlichen Stubai-Cups findet Ihr bei Parafly: Profi-Klasse und Hobby-Klasse.
