Selbstpackerabende: Fortsetzung des Packerlehrgangs

Gerade zweieinhalb Monate ist es her, daß ich Euch von meinem Selbstpackerlehrgang in Köln berichtete.
Damals schloß ich mit den Worten: "Ob man die Rettung nun auch wirklich selber packt, oder lieber doch dem Fachman überläßt, muß jeder selbst entscheiden. Denn eines muß uns klar sein: Durch einen 7stündigen Lehrgang werden wir keine Fachleute! Das Prinzip ist klar, aber die Routine fehlt. Und ob ich nach der Winterpause im März noch alle Handgriffe "drauf" habe, sehe ich dann. Eines ist aber klar: Bleibt mir nur der geringste Zweifel an der Richtigkeit meiner Packung, wird auch weiterhin der Hersteller an mir verdienen - schließlich ist es meine last chance!"

Und tatsächlich war ich mir jetzt überhaupt nicht mehr sicher, ob ich meine Rettung noch selbst packen wollte, mangelte es doch an einer entsprechend großen Räumlichkeit und der nötigen Routine. Wie war das noch, erst die Bahnen sortieren und dann aufeinanderlegen...

Glücklicherweise kam dann die Lösung, und zwar die beste, die ich mir vorstellen konnte, von selbst:
Ein Selbstpackerabend des Vereins, dem ich mich nach meinem Umzug angeschlossen habe. Da konnte ich den Schirm schon selbst packen, aber es waren genug routinierte Vereinskammaraden dabei, um mir die nötigen Tips zu geben. Und nicht zuletzt sehen 6, 8 oder 10 Augen auch mehr als zwei. Zudem gab es einen Raum mit Packtischen und sogar das nötige Werkzeug war vorhanden, inkl. Spannvorrichtung.

Nebenbei lernt man viele verschiedene Rettungen kennen und sieht einmal mit eigenen Augen die Unterschiede, am nötigen Erfahrungsaustausch mangelt es bei solchen Veranstaltungen natürlich auch nicht. Als krönender Abschluß folgt dann ein gemeinsames Abendessen.

Ich halte derartige Veranstaltungen für sehr wichtig und für den einzelnen unerfahrenen Selbstpacker fast für unverzichtbar. Wenn die räumliche und zeitliche Möglichkeit besteht, kann das Packen noch mit einem Wurf aus dem Pendeln an einem Seil kombiniert werden.
An dieser Stelle sei angemerkt, daß die Rettungsgerätkurse einiger Flugschulen (etwas Theorie, einen Wurf in der Turnhalle und anschließendes packenlassen) zwar sehr modern und sicherheitsbewußt anmuten, daß aber im Namen der Sicherheit hier und da auch kräftig abkassiert wird. Vergleichen lohnt sich, auf alle Fälle auch mal den nächsten Verein fragen!

Martin


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