Der Mittag ist der letzte Berg in der Nagelfluhkette, welche
vom Hohen Häderich über
den Hochgrat bis zum Mittag verläuft. Das Gelände ist
auf der NO-Seite zum Flachland hin
offen. Das ist auch die für diesen Berg optimale Windrichtung.
Diese stellt sich bei
einem Rußlandhoch ein. Zwar wird der Berg auch an normal
thermischen Tagen durch das
Gelände am Nachmittag von dieser Richtung angeströmt,
es ist jedoch gut wenn der
überregionale Wind dies noch unterstützt. Zudem gibt
es für normal thermische Tage
bessere Fluggebiete, während NO-Wetterlagen in vielen anderen
Fluggebieten tabu sind. Bei
diesen Verhältnissen liegt man am Mittag das ganze Jahr
über richtig. Ansonsten ist der
Berg wegen der niederen Ausgangshöhe und der Nähe zum
Flachland außerhalb des
Frühjahrs eher ruhig.
Stimmen jedoch die Bedingungen kann es schon mal vorkommen, daß man zum Landen Abstiegshilfen benötigt. Die Aufwinde sind dann meist eine Mischung aus Thermik und Dynamik. Durch den dann starken Wind sollte man darauf achten nicht zu weit abgetrieben zu werden. Später am Tag löst dann die Thermik auch weit vorgelagert ab.
Der Berg besitzt auch noch einen Südstartplatz für frühere Starts oder rein thermische Bedingungen. Dieser wird jedoch wegen der anspruchsvollen Thermik und dem langen Weg zum Landeplatz selten genutzt. Man sollte darauf achten nicht bei Leethermik vom S-Startplatz zu starten.
Auch ein NW-Startplatz ist vorhanden (B-Schein), muß dieser jedoch genutzt werden, sind die Bedingungen schon nicht mehr optimal. Stärkere Winde aus dieser Richtung sind nicht zu empfehlen. Zudem ist der Weg zum Landeplatz von diesem Startplatz aus sehr weit. Allgemein sind alle Winde mit O-Komponente gut und W-Komponenten nicht geeignet.
Der Hauptlandeplatz (bei Ettensberg) ist leider bei normalem Talwind (NO) durch eine Baumreihe leeig. Man sollte dann den Anfang (W-Seite) des Landeplatzes nutzen, da dort keine Bäume stehen.
Ein nicht unerheblicher Grund, der einen immer wieder zum Mittag kommen läßt, ist die Bahn. Die oft schon bzw. noch läuft wenn andere Revision haben.
Als Strecke bietet sich der Weg nach Westen zum Hochgrat an. Sie kann entweder über die vorgelagerte Kette welche am Immenstädter Horn beginnt angegangen werden oder direkt über die Nagelfluhkette. Dort kann allerdings dann ein Absaufer zu einem langen Spaziergang werden.
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1.8.99 Wolfgang Jauch