Zurück zu den Wurzeln möchte man sagen, vor 25 Jahren
fanden hier die ersten Weltmeisterschaften im Drachenfliegen statt. Jeder der Offiziellen
bei der Eröffnungszeremonie erinnerte daran, obwohl es doch "nur" unsere German
Open ist. Die Bundesblaskapelle hat sich extra in Schale geschmissen und spielt munter
auf. Danach eilen die Aktiven zur Fliegerbar neben dem Landeplatz, um sich mit einem
wirklich leckeren Halbhähnchen und Halbliter Bier über das wieder mal schlechte Wetter
hinwegzutrösten. Denn das ist schon fast das Markenzeichen der GO: In der Regel Regen. So
vergehen der Anreisetag und auch der erste Wettbewerbstag im mitunter strömenden Naß.
Man hat zu den üblichen Verrichtungen viel Zeit, als da sind natürlich zuerst die
Anmeldung. Lukas Etz fertigt geduldig bis kurz vor Mitternacht die
gemächlich eintrudelnden Wettbewerber ab, die Prominenz hält sich zurück
und kommt erst am Sonntag. Nicht nur viele namhafte Österreicher, auch die litauischen
Nationalmannschaft können wir begrüßen. Der Test, wieviel Drachen/Std. die Bergbahn bei
voller Auslastung schaffen könnte, scheitert, da die Flieger mangels Motivation nicht
genügend rasch Material nachliefern. Während dann ein Teil der Piloten in die
Geheimnisse mentalen Trainings eingeweiht werden und schon mal das Problem erörtern, wie
man nach einem Tagessieg wieder ruhig schlafen kann, befassen sich andere mit eher
praktischen Dingen, stählen durch Bergwandern im Regen ihre Gesundheit. Karlheinz Vogel
ist ein trefflicher Führer und Kenner des Kaisergebirges und wir sehen uns schon gleich
ihm durchs Ellmauer Tor fliegen.
Am Montag ist es dann doch wirklich
geschehen: Wenn überall die Luft aufsteigt, muß es auch Stellen geben, wo sie absinkt.
Denkt der Drachenflieger dabei an Steigen und Saufen, hat der Meteorolüge dabei meist
Größeres im Sinn und spricht von Tief und Hoch. Letzteres machte sich über Nacht breit
und sorgte am Montag für Sonne und leckere Wölkchen.
Auf dem Unterberghorn hat man die Wahl zwischen
drei Aufbauplätzen, je einen nach West, Nord und nach oben (Drachen schleppen!). Klar,
daß wir die potentielle Energie lieber aus der Thermik beziehen als durch Muskelarbeit
und so sind die unteren Startplätze gleich rappelvoll mit den bunten Faltern, die in der
ungewohnten Sonne erst mal gründlich ausdampfen. Oberhirte Lukas sammelt seine Jünger
und vertieft sich ins Grundlagenstudium. Schließlich wird mit lautem Pfiff das gemeine
Flügelvolk herbeigerufen und alle lauschen der Verkündung. Da gibt es wirklich
interessante Neuigkeiten. Mal abgesehen von der Meteorolügenmeinung, daß das Wetter
wirklich so gut sein soll wie es uns den Anschein gibt, wird ein neuer
Startzeitnahmemodus praktiziert: Man fliegt ganz einfach los! Über den ersten
Wendepunkt, das Fellhornhaus, fliegt man hinweg und das GPS12 oder eines seiner Verwandten
merkt es sich als Startzeitpunkt. Piloten, die der Zuverlässigkeit der High-Technik
mißtrauen, dürfen nach altbekanntem Modus zusätzlich auch mit dem Fotoapparat
draufhalten. Die GPS-Geräte wurden von
Lukas per PC vorsorglich mit den Koordinaten aller möglichen
Wendepunkte gefüttert, nicht ohne uns in blumiger Rede von deren erstklassiger Qualität
zu überzeugen. Zweifelsohne war dann auch die Gradangabe des nächsten Wendepunktes
richtig, der Antenne vom Grubhörndl. Aber schon die Minuten stimmten nicht, geschweige
denn die Sekunden. Und beide verrannen, während sich alle fragten, wo er denn nun sei,
der Wendepunkt. Zwar war eine mächtig gewaltige Gitterkonstruktion nicht zu verkennen,
einträchtig kreisten Dutzende Drachen aber 1,3km daneben und die Piloten rissen weit die
Augen auf, ob es da unten vielleicht noch eine andere Antenne gäbe. Christoph, den
Champion der Starren Flügler, kratzte die verbummelte Zeit gewaltig und sich seiner
Sendung bewußt, eilte er noch einmal zum Fellhorn zurück, eine neue Startzeit
markierend. Der zweite Anlauf war lohnend und gebar die schnellste Zeit des Tages. Vor den
Endanflug hatten die Jünger aber noch ein paar Hindernisse aufgebaut. Es galt vorher noch
der Brenner Alm einen Besuch abzustatten und auch der Vorderkaiserfeldenhütte. Da ging es
ziemlich kreuz und quer um den Zahmen Kaiser herum, und nicht immer war die Höhe so
komfortabel wie über der Steinplatte. Bernd Maier verlor durch das Hinundhergezacke
sichtlich die Übersicht und landete im Ausland, fern der vorgezeichneten Route. Unsere
Gäste aus Österreich zeigen, daß sie ihr Land besser kennen und belegen jeweils zweite
Plätze. Bei den Starren drängt sich Toni Raumauf zwischen Marcus Holland-Guben (der
damals noch nicht wissen konnte, daß er schon 2 Wochen später einen 250km-FAI-Dreieck-WR
fliegen würde) und Christoph Kratzner, dessen Punktekonto durch die spätere Ankunft doch
nicht so aufgebläht wurde, wie es die schnellste Zeit vermuten ließ. Bei den Flexiblen (
"Weicheier" sollte hier als völlig unpassende Bezeichnung vermieden werden)
entzweite nur Rupert Plattner die "Drei großen B" Jobst Bäumer und Bob Baier. Karlheinz Vogel war als Zehnter wieder einmal bester Drachenpilot der
B-Liga und Ernst Lehmann es als Neunter bei den Starren. Von insgesamt 93 Piloten
gelangten 53 ins Ziel und
dementsprechend war die
mittlere Laune sehr gut. Die Außengelandeten wurden rasch heimgeholt und der Bierkonsum
an der Fliegerbar erfüllte die Erwartungen der Betreiber. Damit es am nächsten Tag
keinen Stau an der Bergbahn gibt, veröffentlicht Lukas eine Liste mit der
Auffahrtreihenfolge. Die Ersten müssen zuerst aufstehen.
Das klappt dann auch prima. Gut, daß es noch immer
viel mehr Drachen gibt als Starre. Letztere werden für die Auffahrt sorgsam auf je zwei
Drachen gebettet. Noch halten deren Piloten dafür Verständnis bereit und
hätscheln die Starren mit den dünnen Schalen...
Der Nordwestwind meint es gut mit allen drei Startstellen,
da sollte es heute keine Probleme geben. An welcher Aufgabe werden wir uns wohl zu
bewähren haben? Wohl um möglichst lange Seitenwind genießen zu können, geht es erst
nach Süden zur Schmittenhöhe und dann in entgegengesetzter Richtung zum Grubhörndl,
dessen Antenne wir jetzt schon sehr gut kennen. Als Feinsiebgang dann wieder
Vorderkaiserfeldenhütte - gegenwindgewürzt mit leichtem Leearoma. Die
Thermik am Unterberg beginnt wieder mal sehr verhalten. Zu lange mit dem Start zu warten
hat aber keinen Sinn, 122km brauchen ihre Zeit. So bevölkern rasch viele Gleiter den Raum
um den Berg und stochern in der schlaftrunkenen Luftmasse nach erhebenden Lebenszeichen.
Ich hatte Glück, als ich etwas abseits vom Getümmel danach suchte und den wohl ersten
lauten Rülpser des Tages abbekam. Jedenfalls piepte das Vario plötzlich so laut und
fröhlich, daß ringsum sorgsam gehegte Barthaare fallen gelassen wurde und ich mir einen
Augenblick vorkam wie eine Brotkrume im Teich voll hungriger Enten, alle schossen auf mich
zu, wonach die zuvor eher Makrobrownsche Bewegung Zylindersymmetrie erlangte (gebrochen
nur durch die vom Oberhirten auferlegte Drehrichtung). Etliche zu früh gestartete Piloten
standen da schon wieder auf dem Landeplatz und trösteten sich gegenseitig mit
Erklärungen über Pech und Thermikmangel. Die Glücklicheren registrierten die gleich
nach dem Start Abgesoffenen wie stets mit gemischten Gefühlen. Kein (Drachen-)Pilot
wünscht einem anderen den Absaufer, zu groß ist die Kameradschaft, und die Fähigkeit
des Mitleidens ist noch nicht verloren gegangen. Andererseits ist jeder, der nun dort
unten steht, ein Konkurrent weniger in der Luft und ein
potenzieller
Rückholer mehr. Und letzter Aspekt wird sicher heute besonders wichtig sein. Jedenfalls
hat man nach ausreichendem Höhengewinn zunächst den Startpunkt anzufliegen. Der ist
heute die Talstation der Bergbahn. Hin und zurück sind es gut 5 km, das wird wieder
einigen zum Verhängnis, am Unterberg gehts unten schlecht. 6 Drachenpiloten haben an
beiden Tagen den Startpunkt nicht genommen, darunter meine liebe Olga. Ihre Reaktion:
"Ich brauche einen neuen Drachen, der Turm muß runter!" Das Hauptfeld fliegt
zügig mit Rückenwind übers Fellhorn zur Steinplatte. Dort ist gerade der Hauptwaschgang
eingelegt und sortiert schon mal grob vor. Wer im ruppigen Superbart nicht aufgibt, wird
mit Maximalhöhe belohnt und kann locker über die Loferer Steinberge fliegen. Die anderen
nehmen den nicht so hoch reichenden Schonwaschgang und bekommen Probleme, die Talquerung
zu überstehen. Jedenfalls scheren wieder 9 Drachen aus und
pflanzen weiße
Blumen auf die grünen Wiesen zwischen Waidring und Pillersee. Auf der Westseite der
Leoganger kann man schön bis auf Gipfelhöhe dynamisch aufsoaren. Wer dann aber keinen
höherreichenden Bart erwischt, kommt bei der Talquerung ins Lee und dann gehts aber
abwärts. So wie mir erging es dort auch vielen Kampfgefährten - das Tal wurde zum
Massengrab. Unbarmherzig forderte es seinen Tribut auch unter den Piloten, die die
Schmittenhöhe umrundet hatten und jetzt gegen den Wind ankämpften. Daß die gesamte
Strecke doch noch von drei Drachenpiloten gemeistert wurde, zeugt von deren Klasse.
Niemand wunderte sich, daß es die "Drei großen B" waren, die diesmal
allerdings etwas mehr Zeit benötigten als Gerolf Heinrichs. Bei den Starren kamen 4
Piloten ins Ziel. Ralf Miederhoff überwand den Frust vom Vortag (oder münzte er ihn um?)
und wurde Tagesdritter hinter Champion Christof und Toni Raumauf, wieder ein Österreicher
auf dem zweiten Platz. Ernst Lehmann als bester B-Ligapilot landete nach 100km auf dem
fünften und Karlheinz Vogel nach 61km auf dem 19. Platz ihrer Wertungsklassen.
Am Abend gab es einen besonderen
Leckerbissen: Josef Himberger zeigte einen Film von den ersten Weltmeisterschaften der
Drachenflieger 1975 in Kössen. Alle waren begeistert von der Begeisterung und dem Können
der Drachenflieger von damals, ihrer Freude über >5-Minuten-Flüge, Ziellandungen im
Schneematsch, Gestolpere im Rückenwind beim Start... Erst wenn der Pilot nach dem Abheben
in weniger als 5 Sekunden schon nicht mehr im Nebel zu erkennen war, wurde der Wettbewerb
wegen schlechten Wetters schlicht unterbrochen. Das mußte unseren Oberhirten wohl schwer
beeindruckt haben, wie wir am nächsten Tag erfahren sollten.
Die Auffahrreihenfolge wurde auf den Kopf gestellt, die
Letzten zu den Ersten gemacht - und es klappte! Kein Gedränge am Lift und dazu stets sehr
nettes Personal. Alle Drachen waren rechtzeitig auf dem Berg. Oben erwarten uns wieder
verschiedenartige Überraschungen. An die gesponserte Bananenkiste mit den leckeren
Krummgelben haben wir uns schon gewöhnt, weniger an die Nachschüsse unseres Oberhirten.
Er tönt plötzlich davon, daß die Zahlen an den Drachen in gerade und ungerade
unterschieden werden können. Wessen Startnummer restlos durch 2 dividierbar ist, kann
auch seinen Drachen wieder abbauen und auf die obere Startstelle transportieren. Der
Trecker tuckere schon hilfsbereit.Wir alle haben wohl in Mathe mal nicht aufgepaßt, Lukas
verzichtet resigniert darauf, uns Nachhilfe zu erteilen und
konzentriert seinen
Einfluß auf die Spätgelifteten. Heute haben wir nämlich SW und da paßt die
Nordstartstelle vorerst gar nicht. Da gibt es noch andere Dinge, die Unruhe erzeugen. Fern
am Horizont, aufgereiht wie auf einer Perlenschnur, sind saubere Cumuli zu erkennen. Kein
Zweifel daran, daß die Meteorolügen mit ihrer Warnung vor einer heranrückenden
Kaltfront heute nicht ganz falsch liegen können. Unsere GS-Kollegen von der EM in
Garmisch teilen früh mit, daß die Schirme heute in den Containern verbleiben. Ich habe
derweil meinen Drachen aufgebaut und begleite das Näherrücken der Front mit Blicken auf
die Uhr. Unter Anwendung einschlägiger Gesetze der Kinematik komme ich zum Schluß, daß
die Front in 2 Stunden bei uns sein wird und erkunde Stimmungen und Meinungen. Uwe Zapf:
"Wenn wir einmal oben sind, wird auch geflogen, glaube nicht, daß es abgeblasen
wird." Oberhirte Lukas: "Ich sehe die Front auch." Etwas ausführlicher
Gerolf Heinrichs: "Wir haben heute SW, dagegen steht der Bayrische Wind. Beide
Luftmassen treffen an der nördlichen Alpenkette aufeinander und erzeugen dort die
Quellungen. Das kommt nicht zu uns!" Es gibt aber auch warnende Äußerungen.
Schließlich beschließt der Rat der Jünger, daß geflogen wird und zwar ein Zick-Zack
mit Landung in Kössen. Das geht dann hin und her mit Diskussionen über Funkbrücke zur
oberen Startstelle und endet
schließlich mit einem Machtwort unseres
Oberhirten, der den Jüngerbeschluß zum Gesetz erhebt: "0 Punkte für den, der nicht
startet!" Es wird Minuspunkte geben für Lukas und ein erhebliches Minus in meiner
Geldbörse. Eine gute Stunde später, die Hälfte des Teilnehmerfeldes ist schon in der
Luft, kommt eine Meldung von starken Windböen am Landeplatz mit Bitte um Abbruch des
Durchganges. Ein paar Minuten später wird oben schon die Hilfe der Zuschauer in Anspruch
genommen, da die Drachen sich plötzlich selbständig machen. Als Lukas den Durchgang dann
endlich abbricht, sitze ich bereits wenig komfortabel auf einer hohen Fichte im
sogenannten Bermuda-Dreieck. Das ist ein tiefes langgestrecktes Tal unterhalb des
Weststartplatzes. Karlheinz Vogel sagte mir gleich am ersten Tag: "Mit einem
Anfängerdrachen sollte man da nicht reinfliegen!" Als der Wind von SW plötzlich auf
starken N umschlug war ich gerade darüber geflogen, mit noch Startplatzhöhe, als es auf
einmal nicht mehr zurück ging. Kräftiges Ziehen am Steuerbügel verdoppelte mehrfach die
Geschwindigkeit über Grund in horizontaler, aber auch vertikaler Richtung. Sehr
eindrucksvoll das Rauschen der sich biegenden Bäume, als Zugabe schlimme Turbulenzen und
abnehmende Bewegungsfreiheit durch das zur Schlucht werdende Tal. In Talbodennähe ziehe
ich mal schon die Rettung aus dem Gurtzeug, lasse sie dann in knapper Höhe nach unten
plumpsen und stelle mich in den Steuerbügel. Dann wächst mir plötzlich besagte Fichte
zwischen den Beinen hervor und ich behalte noch ca. 25m Höhenreserve. Nach etlichen
Augenblicken habe ich mein
Rettungsschnurpaket zwischen den Zähnen
und der Drachen schwebt nebst Gurtzeug am Fallschirm zu Boden. Am reichlich beasteten
Stamm klettere ich ein Stück nach unten. Die letzten 8m werden mit der
Verlängerungsleine des Fallschirms abgesichert, die mir Wanderer an die
heruntergelassene Rettungsschnur binden. Erstes Fazit: Konrad ist ganz heil geblieben, die
Drachenhaut auch, ein paar Knochen und Sehnen werden kostenträchtig bei Wolf Kaiser
ausgetauscht und der Drachen fliegt wieder wie der alte. Zweites Fazit: Pfeif auf
Pluspunkte, wenn eine Kaltfront in die Streckenplanung eingebunden wird. Hör nicht auf
die Toppiloten, sondern auf die Frauen.
Wenigstens ein Nebeneffekt ist angenehm, man ist
plötzlich prominent, alle Piloten schütteln mir die Hand oder blicken einen ganz ehrlich
freundlich und aufmunternd an.
Am nächsten Tag ist für den Nachmittag wieder
Wetterverschlechterung angesagt, diesmal wird nur eine ganz kurze Zielstrecke
ausgeschrieben: Unterberg - LP Kössen. Da diese Strecke laut Sportordnung zu kurz ist, um
einen regulären Durchgang durchzuführen, gibt es nur einen außerordentlichen
Ziellandewettbewerb, mit sofortigem Preisgeld. Fürs Geld gilt es möglichst viele der
aufgeblasenen Müllsäcke im Zielkreis
beim Landen so zu treffen, daß diese unter
einschlägigem Geräusch ihres luftigen Inhaltes verlustig gehen. Es gibt ganz lustige
Versuche der Einlander, die Müllsäcke zu treffen, erinnert stark an den Film von der
ersten WM. Günter Tschurnig fliegt so tief an, daß alle glauben, er wolle gar nicht auf
dieser Wiese landen. Mit dem Steuerbügel ein paar Zentimeter über den Grashalmen kommt
er dann doch herbeigeschwebt und zertritt genau im Zentrum des Zielkreises zwei
Lufttüten. Alle Zuschauer waren beeindruckt und spendeten Beifall. Da nur noch zwei
Piloten (einer davon unser Top-Junior Erik Rau) ins Weiße traten, gab es je Sack 100DM
einzusacken.
Am Freitag wurde allen klar, daß sich Petrus im Ringen
um gutes Flugwetter wohl bereits verausgabt hatte (für mehr
als zwei Tage
hatte es ja auch in den letzten Jahren der GO nicht gereicht) und er ließ sich gänzlich
gehen und uns im Regen stehen. Kurzerhand wurde die Siegerehrung vor- und im Zelt
durchgezogen. Bei den Flexiblen blieb es bei der Reihenfolge wie nach dem ersten
Durchgang, bei den Starren siegt der Weltmeister vor Toni Raumauf und Bernd Weber. Weit in
die Phalanx der A-Liga-Piloten können nur die B-Ligisten Karlheinz Vogel mit dem
10.Platz, Ernst Lehmann und Ulf Neumann mit dem 7. bzw. 10. Platz bei den Starren
eindringen.
Nach allseitigem Händeschütteln und
Schulterklopfen fahren wir mal wieder durch den Regen nach Hause. Dann Tagesschau mit
Wetterkarte - juhu, in Thüringen scheint morgen wieder die Sonne und es gibt doch noch
ein Fliegerwochenende!
Konrad Lüders